Engagement vor Ort

Im Januar 2018 startete das Kooperationsprogramm »Engagierte Stadt« mit 47 Kommunen und Städten in seine zweite Phase. Deren Schwerpunkte sind die Verstetigung der Zusammenarbeit in den kommunalen Netzwerken, die Etablierung von Anlaufstellen für bürgerschaftliches Engagement und die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen zwischen den Kommunen. Darüber hinaus wird begleitend ein Fortbildungsprogramm für die Engagierten Städte durch die Akademie für Ehrenamtlichkeit konzipiert.

Die Ehrenamtsmesse in Ahrensburg war gut besucht (Foto: Runge/Nethe)
Die Ehrenamtsmesse in Ahrensburg war gut besucht (Foto: Runge/Nethe)

Im März wurden die Ergebnisse einer externen Evaluation der ersten Phase des Programms »Engagierte Stadt« präsentiert. Die Daten zeigten u.a., dass die Netzwerke der Akteure in den Städten seit Programmstart deutlich gewachsen sind und mehr Menschen in ein Engagement vermittelt werden konnten. Die Ergebnisse belegen aber auch die weiterhin bestehende Herausforderung, neben den bürgerlichen und politischen Institutionen auch die Wirtschaft für das Thema Engagement mit in die Verantwortung zu nehmen.

Im Juni trafen sich auf Einladung des Bundesfamilienministeriums 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus »Engagierten Städten« in Berlin, um sich mit Staatssekretär Stefan Zierke über die Wirkungen des Programms auszutauschen. Am Folgetag konnten sie ihre Erfahrungen mit über 100 Vertretern aus Zivilgesellschaft, Ministerien und Kommunalverwaltung teilen.
Auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahmen über 40 Vertreter des Programms »Engagierte Stadt« am Bürgerfest des Bundespräsidenten am 8. und 9. September in Berlin teil. Das Projekt wurde im Rahmen einer Podiumsrunde zur Engagementförderung ausführlich vorgestellt und war während des gesamten Festes auch mit einem eigenen Stand präsent, der von mehreren Hundert Gästen besucht wurde.

Jochen Beuckers, »Engagierte Stadt« Königswinter (re.) beim Bühnengespräch mit Eva Nemela, Körber-Stiftung (Foto: Sebastian Pfütze)
Jochen Beuckers, »Engagierte Stadt« Königswinter (re.) beim Bühnengespräch mit Eva Nemela, Körber-Stiftung (Foto: Sebastian Pfütze)

Was erreicht ein Programm wie die »Engagierte Stadt« vor Ort? Das lässt sich exemplarisch am Beispiel Bocholt zeigen: Politik und Zivilgesellschaft profitierten von den übergreifenden Maßnahmen und ziehen heute an einem Strang.

Jutta Ehlting, Andrea Unland, Agnes Wellkamp und Rainer Howestädt beim Strategietag in Bocholt (v.l.) (Foto: Engagierte Stadt)
Jutta Ehlting, Andrea Unland, Agnes Wellkamp und Rainer Howestädt beim Strategietag in Bocholt (v.l.) (Foto: Engagierte Stadt)

Als Ziele wurden im Rahmen der erarbeiteten »Engagement-Strategie 2018+« für die kommenden Jahre eine Verstetigung der Arbeit der Freiwilligenakademie sowie die Einbindung der Wirtschaft formuliert. Für Rainer Howestädt, bei der Stadt für die Umsetzung der Bocholter Strategie zuständig, steht fest: »Die Engagierte Stadt war sicherlich ein entscheidender Katalysator.« Vergleichbares gilt etwa auch für die Stadt Zwickau, wo sich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bei einem Besuch persönlich über die Fortschritte der Kommune auf dem Weg zur engagierten Stadt informierte.


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