Alternde Gesellschaften

Im März 2018 haben wir alle unsere Alters- und Demografieprojekte am Stiftungs-Standort in Hamburg-Bergedorf gebündelt. Hier existiert mit dem Haus im Park schon seit den 1970er Jahren eine Einrichtung, mit der wir jahrzehntelang einschlägige Erfahrung in der sogenannten »mehrgleisigen Seniorenarbeit« gesammelt haben. Im zukünftigen KörberHaus, das 2021 fertiggestellt werden soll, wird es weiterhin Angebote für die Generation 50 plus in Bergedorf geben. Darüber hinaus wollen wir aber auch das freiwillige Engagement in der Region fördern und von diesem Standort aus unsere bundesweiten Demografie-Projekte planen und durchführen.

Das zukünftige KörberHaus (Foto: Büro MGF Architekten Stuttgart)
Das zukünftige KörberHaus (Foto: Büro MGF Architekten Stuttgart)

Die alternde Gesellschaft macht sich zunächst und vor allen Dingen lokal bemerkbar. Dem trägt unser Projekt Stadtlabor demografische Zukunftschancen Rechnung. Es bietet den Demografieverantwortlichen aus kommunalen Verwaltungen strategischen Rat, innovative Methodik und kollegiale Vernetzung. Das erste Stadtlabor fand 2018 in Hamburg statt. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bzw. Personen, die in der lokalen Verwaltung die Themen demografischer Wandel und Alter verantworten (z.B. kommunale Fachdezernenten, Beigeordnete, Stadtplanerinnen oder Demografiebeauftragte), waren eingeladen, sich für das Projekt zu bewerben.

Susanne Kutz (Leitung Haus im Park), Horst Krumbach, Natalia Peryazeva (v.l.) (Foto: privat)
Susanne Kutz (Leitung Haus im Park), Horst Krumbach, Natalia Peryazeva (v.l.) (Foto: privat)

Welche Angebote für »gutes Altern« brauchen die Kommunen? Wie kann Pflege neu gedacht werden? Solche Fragen beschäftigen die Kommunen nicht nur in Deutschland. Auch das internationale Interesse ist groß, verbunden mit einer entsprechenden Wahrnehmung unserer Aktivitäten am Standort Bergedorf. Ins Haus im Park kamen zuletzt Fachbesucher aus Finnland, Taiwan, den USA und Russland.
Die »Society for all Ages«, eine jährliche Konferenz der russischen Timchenko-Stiftung, hatte Anfang Oktober politische Entscheider, Wissenschaftler und internationale Praktiker nach Moskau eingeladen, darunter auch die Körber-Stiftung. Neben Good-Practice-Beispielen aus Israel, Japan und Italien konnte unser Team bei der Konferenz erläutern, wie die Körber-Stiftung auf die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft reagiert und welche Orte für gutes Altern aktuell in Hamburg entwickelt werden. Auf besonderes Interesse stießen die Pläne für das KörberHaus als einem gemeinsam mit der Kommune und weiteren Partnern betriebenen integrativen und interkulturellen Begegnungsort.


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