Qualitätsimpulse für MINT

Die Körber-Stiftung hat sich bundesweit als wichtigste Anlaufadresse für MINT-Regionen etabliert. In diesen werden die außerschulischen Bildungsangebote zu MINT-Themen koordiniert, gebündelt und einer Qualitätsprüfung unterzogen. 117 MINT-Regionen gab es Ende 2018 in unserem Netzwerk.

2018 haben wir u.a. das baden-württembergische Wirtschaftsministerium zur Intensivierung der außerschulischen MINT-Bildung beraten und die Erarbeitung der zukünftigen MINT-Strategie von Rheinland-Pfalz begleitet. Diese wurde im Rahmen der von uns ausgerichteten Tagung »MINT im ländlichen Raum« im Februar in Kaiserslautern vorgestellt. In Mainz wurden im Dezember zwei besonders erfolgreiche rheinland-pfälzische MINT-Regionen ausgezeichnet. Gleich drei Landesministerinnen und -minister erschienen, um die MINT-Regionen Mainz-Bingen und Koblenz zu würdigen.

Die Minister Hubig, Wissing und Wolf mit der Jurysprecherin Kowitz-Harms und den Vertretern der MINT-Region Mainz-Bingen (Foto: Peter Pulkowski)
Die Minister Hubig, Wissing und Wolf mit der Jurysprecherin Kowitz-Harms und den Vertretern der MINT-Region Mainz-Bingen (Foto: Peter Pulkowski)

Im September startete die Ausschreibung des neuen Wettbewerbs »Digital Skills. Lernen in regionalen Netzwerken« – eine Kooperation von Stifterverband und Körber-Stiftung. Wir wollen damit MINT-Regionen auszeichnen und fördern, die besonders herausragende Modelle für die Stärkung der digitalen Bildung entwickelt haben.
Zur Unterstützung der MINT-Bildung im Norden ist mit der Gründung des MINTforums Schleswig-Holstein eine neue Partnerschaft an den Start gegangen: Initiatoren sind neben der Körber-Stiftung das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, die Joachim Herz Stiftung und die Nordmetall-Stiftung.

Digitale Kompetenzen sind Zukunftskompetenzen (Foto: MINT-Regionen)
Digitale Kompetenzen sind Zukunftskompetenzen (Foto: MINT-Regionen)

Ebenfalls gemeinsam mit den genannten Stiftungen haben wir im Mai den Verein »MINTforum Hamburg e. V. – Verein zur Förderung der MINT-Bildung in der Metropolregion Hamburg« gegründet. Der Verein schafft die nötige Rechtssicherheit, um unsere MINT-Aktivitäten in Hamburg fortzusetzen und auszubauen. Die Finanzierung wird auch von zwei Hamburger Behörden (Behörde für Schule und Berufsbildung sowie Behörde für Arbeit, Soziales, Familie, Integration) mitgetragen.

Janna Pahnke von der Stiftung »Haus der kleinen Forscher« präsentierte den Leitfaden zur Selbstanalyse (Foto: Claudia Höhne)
Janna Pahnke von der Stiftung »Haus der kleinen Forscher« präsentierte den Leitfaden zur Selbstanalyse (Foto: Claudia Höhne)

In der politischen Debatte über die MINT-Bildung stehen aktuell die Themen Wirkung und Qualität oben auf der Agenda. Beim 6. Nationalen MINT Gipfel im Juni in Berlin, u.a. mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz Helmut Holter, war die Begleitforschung zur Wirkung außerschulischer MINT-Bildungsinitiativen das zentrale Thema. Unter dem Dach des Nationalen MINT Forums wurde entsprechend in den letzten Monaten ein »Leitfaden zur Selbstanalyse« für MINT-Projekte entwickelt, der im Netzwerk unserer Hamburger Partnerorganisationen getestet worden ist.

Das jährliche MINT:Barcamp im KörberForum (Foto: Claudia Höhne)
Das jährliche MINT:Barcamp im KörberForum (Foto: Claudia Höhne)

Präsentiert wurde er erstmalig in Hamburg auf dem jährlichen MINT:Barcamp im KörberForum. Der Leitfaden soll all diejenigen unterstützen, die aktiv außerschulische MINT-Lernorte wie Schülerlabore, Nachwuchsförderprogramme oder Wettbewerbe gestalten, aber nicht über die Mittel für ein aufwändiges wissenschaftliches Begleitprogramm verfügen. Geplant ist, unser bundesweites Programm der MINT-Regionen als Vertriebssystem für den Leitfaden zu nutzen. Denn das politische Interesse am Thema MINT-Regionen auf Bundes- und Landesebene wächst weiter: Ein jährliches Round-Table-Format mit Vertretern aus Politik und Verwaltung in unserem Hauptstadtbüro hat sich als Ort für den Austausch fest etabliert. Beim dritten Treffen im Juni waren zwölf von sechzehn Ländern vertreten. 


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