MINT-Nachwuchs

Die Initiative Naturwissenschaft & Technik (NAT) hat ihr Programm »mint:pink« im Februar mit unserer Hilfe von bislang 13 auf insgesamt 18 Schulen in Norddeutschland mit nunmehr 250 Mädchen ausgeweitet. Ein besonderes Angebot war das Speed-Dating mit weiblichen Role Models. In wechselnden Gesprächsrunden hatten die Schülerinnen Gelegenheit, mit Forscherinnen, Informatikerinnen und Ingenieurinnen zu reden und dabei Einblick in unterschiedliche Lebens- und Berufswege zu bekommen.

Das Programm »mint:pink« werdet sich ausschließlich an Mädchen (Foto: Claudia Höhne)
Das Programm »mint:pink« werdet sich ausschließlich an Mädchen (Foto: Claudia Höhne)

Einblick in die Praxis wurde durch NAT und Körber-Stiftung auch Lehrerinnen und Lehrern geboten – durch eine Konferenz im KörberForum unter dem Motto »Digitales, Technikwandel & Zukunftstechnologien«.

Foto: Initiative NAT/Claudia Höhne
Foto: Initiative NAT/Claudia Höhne

Rund 100 Lehrkräfte aus Hamburger Schulen erlebten zehn Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, die über neueste technische Anwendungen referierten. Tilo Böhmann von der Universität Hamburg plädierte in seinem Grundsatzvortrag für Informatik als Fach im Regelunterricht: »Es müssen nicht alle Menschen Informatiker werden, aber wir müssen durch den Erwerb von grundlegenden informatischen Kenntnissen und Fähigkeiten raus aus der selbstverschuldeten digitalen Unmündigkeit«, so der Professor für IT-Management und -Consulting.

Foto: Schülerforschungszentrum Hamburg
Foto: Schülerforschungszentrum Hamburg

Die Angebote des Schülerforschungszentrums Hamburg (SFZ), das im September 2017 seinen Betrieb aufgenommen hat, werden mittlerweile von etwa 170 Schülerinnen und Schülern genutzt. Sie arbeiten einzeln oder in Teams an 60 selbst entwickelten Forschungsprojekten. Eine bundesweite Tagung für Schülerlabore und MINT-Initiativen unterstrich im Januar den Anspruch des SFZ, über Hamburg hinaus modellbildend zu wirken. Im Juni fand erstmals die gemeinsam von Körber-Stiftung, SFZ und dem MIT Club of Germany ausgerichtete Regionalkonferenz »Schule MIT Wissenschaft« statt. Das Programm für Hamburger Lehrkräfte verband hochkarätige Wissenschaftsvorträge, etwa von Jörn Dunkel vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), mit praxisnahen Workshops. In so unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern wie Biokatalyse, Ultrakurzzeitphysik, mathematischer Modellierung oder urbaner Landschaftsarchitektur gewannen die Pädagogen Einblicke in aktuelle Fragen der Forschung und erhielten Anregungen für den Unterricht.

Viele Schüler beteiligten sich an dem kreativen Wettbewerb des MINT-Tages und bauten MINT-Mobiles (Foto: MINTforum Hamburg/Claudia Höhne)
Viele Schüler beteiligten sich an dem kreativen Wettbewerb des MINT-Tages und bauten MINT-Mobiles (Foto: MINTforum Hamburg/Claudia Höhne)

Ein Höhepunkt unserer MINT-Aktivitäten war der 4. Hamburger MINT-Tag am 29. November. Schulen und außerschulische Lernorte organisierten 60 öffentliche Veranstaltungen, rund 1.000 Klassen und Kurse von 76 Gymnasien und Stadtteilschulen traten in einem stadtweiten Wettbewerb gegeneinander an. Schirmherr des MINT-Tags war Hamburgs Schulsenator Ties Rabe.


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